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[ 26.04.2010 ]
Neuer OptimismusKonjunktur - Oberösterreichs Industriekonjunktur scheint in Schwung zu kommen – die Ist-Werte haben sich verbessert und auch der Optimismus in den Betrieben hat zugelegt.Gleich zwei positive Entwicklungen hat die jüngste Konjunkturumfrage der IV OÖ über das 1. Quartal 2010 (110 Firmen mit insgesamt 81.104 Beschäftigten) zu bieten: Zum einen haben sich die Ist-Werte - von der aktuellen Geschäftslage über die Auftragsbestände bis hin zur Ertragslage - weiter stabilisiert, zum anderen scheint der Optimismus in die Betriebe zurückgekehrt zu sein. Sowohl bei der Geschäftslage als auch bei der Ertragssituation in sechs Monaten glaubt das Gros der Unternehmen an spürbare Verbesserungen. Erfreulich ist, dass auch der Beschäftigtenstand in der Industrie wieder im Steigen begriffen ist; gewichtet nach den Mitarbeiterzahlen plant offenbar über ein Viertel der Betriebe, seine Mitarbeiterzahl aufzustocken.
Zahlreiche Risikofaktoren „Die Stabilisierung der Industriekonjunktur hat sich bereits in den Vorquartalen angekündigt. Zuletzt hat es aber danach ausgesehen, dass sich die Erholungsdynamik eher abflacht; nun scheint sie wieder an Schwung zu gewinnen", kommentiert IV-OÖ-Geschäftsführer Dr. Joachim Haindl-Grutsch das neueste Umfrageergebnis mit gewisser Vorsicht. Die Zahl der internationalen Risikofaktoren sei noch zu groß, um von einem echten Konjunkturaufschwung sprechen zu können. Gerade die positive Grundhaltung in den Betrieben sei aber ein wichtiger Indikator dafür, dass sich der Erholungsprozess fortsetzt, so Haindl-Grutsch.
Steigender Beschäftigtenstand Gerade Letzteres dürfte sich in den nächsten Monaten bewahrheiten. Im Zuge der jüngsten Konjunkturumfrage gaben - gewichtet nach den Mitarbeiterzahlen - 28 % der Betriebe an, weitere Mitarbeiter einstellen zu wollen; nur mehr 7 % planen eine weitere Reduktion. Noch im Vorquartal verhielt es sich genau umgekehrt. Der Saldo aus Positiv- und Negativmeldungen drehte damit innerhalb von drei Monaten von minus 25 auf plus 20 %. Ähnlich deutlich steigerten sich die Salden bei den weiteren zukunftsgerichteten Indikatoren wie Produktionstätigkeit in drei Monaten (+42 %, zuvor -19 %), Verkaufspreise in drei Monaten (27 %/ -7 %), Ertragssituation in sechs Monaten (22 %/0 %) und Geschäftslage in sechs Monaten (27 %/1 %).
Erholung der Ist-Werte Haindl-Grutsch verweist darauf, dass es sich bei diesen Indikatoren noch um Einschätzungen der Betriebe handelt, die sich erst bewahrheiten müssen. Gesicherte Daten gibt es bei den Ist-Werten, die sich zwar ebenfalls verbessert haben, allerdings wesentlich geringere Steigerungen aufweisen. So verbesserten sich die Salden aus Positiv- und Negativmeldungen bei den Auftragsbeständen und den Auslandsaufträgen von zuvor jeweils 14 % auf 22 bzw. 23 % und bei der aktuellen Geschäftslage von -1 % auf 6 %. Einzig bei der aktuellen Ertragssituation befindet sich der Saldo mit -8 % (zuvor -12 %) noch im Minus. Der Geschäftsklimaindex hat sich damit erstmals seit Ausbruch der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise wieder in den Positivbereich gedreht. |
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