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[ 20.04.2010 ]
Konjunkturumfrage der IV OÖ über das 1. Quartal 2010: Oberösterreichs Industrie gewinnt neuen Optimismus - Konjunktur scheint langsam in Schwung zu kommen!IV OÖ-GF Haindl-Grutsch: Nach Stabilisierung der Industriekonjunktur nun erster Aufwärtstrend in Oberösterreich feststellbar – Erwartungshaltung in den Unternehmen steigt – Ein Viertel der Industriebetriebe plant Aufstockung des BeschäftigtenstandesUm Entwarnung zu geben sei es eindeutig zu früh, über die erfolgte Stabilisierung der Industriekonjunktur in Oberösterreich könne man sich nach Meinung von Dr. Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ), aber durchaus freuen - laut Konjunkturumfrage der IV OÖ über das 1. Quartal 2010, an der 110 Firmen mit insgesamt 81.104 Beschäftigten teilnahmen, haben sich die Auftragsbestände und die Auslandsaufträge in den Betrieben ebenso gesteigert wie die Geschäftslage. Vor allem scheint damit auch der Optimismus in die oberösterreichische Industrie zurückgekehrt zu sein. Sowohl bei der Geschäftslage als auch bei der Ertragssituation in sechs Monaten glaubt das Gros der Unternehmen an spürbare Verbesserungen. Besonders erfreulich ist, dass auch der Beschäftigtenstand in der Industrie wieder im Steigen begriffen ist; über ein Viertel der Unternehmen plant, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. „Die Stabilisierung der Industriekonjunktur hat sich bereits in den Vorquartalen angekündigt. Zuletzt hatte es eher den Anschein, die Erholungsdynamik würde sich abflachen; nun scheint sie wieder an Schwung zu gewinnen", kommentiert Haindl-Grutsch das neueste Umfrageergebnis mit Vorsicht. Die Zahl der internationalen Risikofaktoren sei noch zu groß, um von einem echten Konjunkturaufschwung sprechen zu können. Gerade die positive Grundhaltung in den Betrieben sei aber ein wichtiger Indikator dafür, dass sich der Erholungsprozess fortsetzt: „Mit der Rückkehr des Optimismus steigen die Investitionen und kurbeln so die Konjunktur weiter an", so der IV OÖ-Geschäftsführer.
Steigender Beschäftigtenstand Zusätzlich sorgt dieser neue Optimismus für eine Aufstockung des Beschäftigtenstandes in der Industrie. Im Zuge der jüngsten Konjunkturumfrage gaben - gewichtet nach den Mitarbeiterzahlen - 28 Prozent der Betriebe an, in den nächsten drei Monaten weitere Mitarbeiter einstellen zu wollen; nur mehr sieben Prozent planen eine Reduktion. Noch im Vorquartal verhielt es sich ziemlich genau umgekehrt. Der Saldo aus Positiv- und Negativmeldungen drehte damit innerhalb von drei Monaten von minus 25 Prozent ins Plus auf 20 Prozent. Ähnlich deutlich steigerten sich die Salden bei den weiteren zukunftsgerichteten Indikatoren wie Produktionstätigkeit (+42%, zuvor -19%) und Verkaufspreise in drei Monaten (+27%, zuvor -7%) sowie Ertragssituation (+22%, zuvor 0%) und Geschäftslage in sechs Monaten (+27%, zuvor +1%).
Erholung der Ist-Werte IV OÖ-Geschäftsführer Dr. Joachim Haindl-Grutsch verweist allerdings darauf, dass es sich bei diesen Indikatoren noch um Einschätzungen der Betriebe handelt, die sich erst bewahrheiten müssen. Gesicherte Daten gibt es bei den Ist-Werten, die sich zwar ebenfalls verbessert haben, allerdings wesentlich geringere Steigerungen als die zukunftsgerichteten Indikatoren aufweisen. So verbesserten sich die Salden aus Positiv- und Negativmeldungen bei den Auftragsbeständen und den Auslandsaufträgen von zuvor jeweils 14 Prozent auf 22 bzw. 23 Prozent und bei der aktuellen Geschäftslage von -1 auf +6 Prozent. Einzig bei der aktuellen Ertragssituation befindet sich der Saldo mit -8 Prozent (Vorquartal: -12%) noch im Minus. Insgesamt hat sich der Geschäfstklima-Index für die oberösterreichische Industrie erstmals seit Ausbruch der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise wieder in den Positivbereich gedreht.
IV OÖ, 20. April 2010
Pressekontakt: Industriellenvereinigung Oberösterreich / Tel. (0732) 78 19 76-0 DI Dr. Joachim Haindl-Grutsch / j.grutsch@iv-net.at |
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