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[ 10.03.2010 ]
Qualität und QuantitätBildung - Hinsichtlich der Qualität ihrer Lehrgänge sind die oberösterreichischen Fachhochschulen top. Bei den Studentenzahlen bestehe aber noch Steigerungspotenzial, meint die IV OÖ.Für die OÖ. Industrie ist die Sicherung der langfristigen Erfolgspotenziale im Bereich Bildung und Forschung entscheidend. Hierbei kommt der Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ) eine zentrale Rolle zu. Denn der Bedarf der Industrie an FH-Absolventen nimmt kontinuierlich zu. Daher haben die IV OÖ und die Sparte Industrie der WKOÖ nun eine Industriestrategie zur Weiterentwicklung der FH OÖ erarbeitet. „Dabei kam zutage, dass Oberösterreich mit knapp 13 % der FH-Studierenden im Bundesländervergleich nicht an erster, sondern lediglich an vierter Stelle liegt", weiß IV-OÖ-Präsident DI Klaus Pöttinger. Dieser Anteil liegt wesentlich unter sonstigen Kennzahlen des Landes. Damit verbunden entspricht auch Oberösterreichs Anteil am FH-Bundesbudget nicht seiner Bedeutung als Industriebundesland Nummer eins und seiner Einwohner stärke. „Es stimmt also nicht, dass Oberösterreich das Land der FH-Studenten ist", räumt Pöttinger mit falschen Einschätzungen auf: „Wir liegen hinter Wien, Niederösterreich und der Steiermark zurück."
Spitze bei der Forschung Damit ist auch die bisherige Annahme klar widerlegt, Oberösterreich könne seine Defizite im universitären Bereich durch seine besondere Stärke am FH-Sektor kompensieren. Zumindest im Hinblick auf die Qualität ist die FH OÖ aber die Nummer eins: Im Vergleich zu den übrigen Bundesländern nimmt sie den Spitzenplatz bei der Forschungsquote und beim Erwerb von Drittmitteln ein. Die einzelnen Studiengänge befinden sich in den jährlichen Rankings meistens ganz vorne. „Nun gilt es, bei den Fachhochschulen zur bestehenden qualitativen Führerschaft auch den quantitativen Ausbau weiter zu forcieren", so Pöttinger. Die vorliegende Strategie zur Weiterentwicklung der FH OÖ sehe daher unter anderem eine klarere Positionierung, mehr Aktualität und Anwendungsorientierung, verstärkte Internationalität und Vernetzung sowie eine stärkere Etablierung der Marke FH OÖ vor. „Bis zum Jahr 2020 wollen wir einen Anteil von 20 % der österreichischen FH-Absolventen erreichen. Dazu muss die Anzahl der technischen Studien plätze um 50 % erhöht werden, die anderen Studiengänge sind bedarfsgerecht auszubauen", fordert IV-OÖ-Präsident Pöttinger. |
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