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[ 10.03.2010 ]
Weitere StabilisierungKONJUNKTUR - Die Geschäftslage der oberösterreichischen Industrie hat sich zuletzt weiter stabilisiert. Die Erholungsdynamik flacht aber ab.Zwei Trends brachten die Ergebnisse der IV-OÖ-Konjunkturumfrage über das 4. Quartal 2009 (112 Firmen mit insgesamt 77.838 Beschäftigten) zum Vorschein: Die Geschäftslage der meisten Unternehmen hat sich weiter stabilisiert und die Unsicherheit in den Betrieben nimmt wieder zu. Sowohl die Auslastung der Produktionskapazitäten als auch die Entwicklung der Verkaufspreise werden für die nächsten Monate wieder vorsichtiger bewertet. Die diesbezüglichen Salden aus Positiv- und Negativmeldungen sind neuerlich klar ins Minus abgeglitten. „Die Betriebe sehen sich mit einer breiten Palette an Risikofaktoren konfrontiert", erklärt IV-OÖ-Geschäftsführer Dr. Joachim Haindl-Grutsch: „Einerseits könnten sich die Entwicklung der Finanzmärkte, neue Problemfälle im Bereich des Bankensektors und die Dollarschwäche sowie andererseits Risikofaktoren im Kundenbereich und auf Unternehmensebene negativ auf die Entwicklung des schwachen Konjunkturpflänzchens auswirken."
Die Ergebnisse im Detai:l Gewichtet nach den Mitarbeiterzahlen bewerteten zuletzt 19 % der Betriebe ihre Geschäftslage als gut, 62 % als befriedigend und 19 % als schlecht. Vor allem die deutliche Reduktion der Negativmeldungen ist ein sicheres Zeichen für eine weitere Stabilisierung der Konjunktur. Analog dazu haben sich die Auftragsbestände und die Auslandsaufträge entwickelt. Gleichzeitig gehen nur 15 % der Betriebe von einer steigenden Auslastung der Kapazitäten aus, immerhin 34 % erwarten einen Rückgang. Bei den Verkaufspreisen rechnen nur mehr 6 % mit einem Anstieg, 13 % gehen von fallenden Preisen aus. Damit bleibt die Ertragssituation unverändert schwierig. Der Hauptgrund, warum immerhin 28 % der Unternehmen weitere Mitarbeiter abbauen wollen. „Personalfreisetzungen im größeren Stil dürften zwar nicht geplant sein", so Haindl-Grutsch, „eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt ist aber noch nicht zu erwarten. Nun geht es darum, möglichst viele Menschen höher zu qualifi zieren, um sie wieder eingliedern zu können." |
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