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[ 03.12.2009 ]

Leise Signale für Erholung

Konjunktur: In Oberösterreich gibt es Signale für eine vorsichtige Erholung der Industriekonjunktur. Der ersehnte Wiederaufschwung kommt vorerst aber nicht in Sicht.

Die Ergebnisse der jüngsten IV-OÖ-Konjunkturumfrage, an der sich 120 Firmen mit 89.945 Beschäftigten beteiligten, geben Grund zur Hoffnung. Nach einer Stabilisierung auf niedrigstem Niveau scheint im 3. Quartal leichte Erholung eingesetzt zu haben. Geschäftslage, Auftragsbestand und Auslandsaufträge wurden zuletzt positiver beurteilt, die Werte befinden sich aber weiter im negativen Bereich. „Zwar hat sich die Industriekonjunktur stabilisiert, doch bleibt die Lage infolge der anhaltenden Unterauslastung der Produktionskapazitäten äußerst schwierig", so IV-OÖ-Geschäftsführer Dr. Joachim Haindl-Grutsch: „Der erhoffte Wiederaufschwung ist bislang nicht in Sicht."

 

Überhang bei Negativmeldungen

Die vorsichtige Konjunkturerholung drückt sich vor allem bei den Ist-Werten aus. Wurde die aktuelle Geschäftslage im Vorquartal noch von 61 % der Unternehmen als „schlecht" eingestuft, so reduzierte sich dieser Wert auf nunmehr 41 %. Gleichzeitig verbesserten sich auch die Auftragsbestände und die Auslandsaufträge. Lagen die jeweiligen Salden aus Positiv- und Negativmeldungen zuvor noch bei -41 bzw.

-46, so verbesserten sie sich auf -4 bzw. -3 %. „Der Anteil der Unternehmen mit negativer Einschätzung übersteigt weiter den Anteil jener mit positiver Einschätzung", so Haindl-Grutsch. Vor allem glauben nur 13 % der Unternehmen an eine Verbesserung der Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten, 78 % gehen von gleich bleibendem Geschäftsverlauf aus. Für die Betriebe bleibt damit die Situation schwierig. Immerhin klagen immer noch 43 % der Betriebe über eine schlechte Ertragssituation, 33 % gaben an, ihren Personalstand reduzieren zu müssen. „Große Kündigungswellen dürften in der oberösterreichischen Industrie nicht bevorstehen", relativiert IV-OÖ-Geschäftsführer Dr. Joachim Haindl-Grutsch die Konjunkturzahlen, „die Umfrageergebnisse zeigen aber deutlich, wie groß der Druck auf die Unternehmen derzeit ist."








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