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[ 05.11.2009 ]
Konjunkturumfrage der IV OÖ über das 3. Quartal 2009: Leichte Erholung der Industriekonjunktur in OÖ, Lage für Betriebe bleibt weiter äußerst schwierigIV OÖ-GF Haindl-Grutsch: Signale für eine leichte Erholung der Industriekonjunktur – Wiederaufschwung vorerst aber nicht in Sicht – Beschäftigungs- und Ertragslage der Betriebe bleiben weiterhin angespanntDie Ergebnisse der jüngsten Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ) über das 3. Quartal 2009 (120 Firmen mit insgesamt 89.945 Beschäftigten) geben Grund zur Hoffnung. Nach einer Stabilisierung auf niedrigstem Niveau im Vorquartal scheint nun eine leichte Erholung der Industriekonjunktur in Oberösterreich eingesetzt zu haben. Die Beurteilung der Geschäftslage, des Auftragsbestandes und der Auslandsaufträge erfolgte zuletzt positiver als bei der voran gegangenen Konjunkturerhebung, die Werte befinden sich aber weiterhin klar im negativen Bereich. „Zwar hat sich die Industriekonjunktur in den vergangenen Wochen stabilisiert, doch bleibt die Lage für die Unternehmen infolge der anhaltenden Unterauslastung der Produktionskapazitäten und des damit verbundenen Ertragsdrucks äußerst schwierig", kommentiert Dr. Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der IV OÖ, das Umfrageergebnis. „Der erhoffte Wiederaufschwung ist bislang nicht in Sicht. Wir befinden uns in einem tiefen Konjunkturtal, die Situation in den Betrieben bleibt weiterhin angespannt." Die diagnostizierte vorsichtige Erholung der oberösterreichischen Industriekonjunktur drückt sich vor allem bei der Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als Verbesserung des Saldos aus Positiv- und Negativmeldungen aus. Wurde diese im Vorquartal noch - gewichtet nach den Mitarbeiterzahlen - von 61 Prozent der Unternehmen als „schlecht" eingestuft, so reduzierte sich dieser Wert auf nunmehr 41 Prozent. Im Gegenzug schätzten zuletzt 18 Prozent ihre Geschäftslage als „gut" ein, zuvor lag der Wert bei lediglich 9 Prozent. Analog dazu verbesserten sich innerhalb des letzten Quartals auch die Auftragsbestände und die Auslandsaufträge. Lagen der jeweiligen Salden im 2. Quartal noch bei -41 bzw. -46 Prozentpunkten, so verbesserten sie sich nun auf -4 bzw. -3 Prozent. „Anders als noch in den Vorquartalen berichtet das Gros der Unternehmen nicht mehr von einem dramatisch schlechten Geschäftsverlauf, doch übersteigt der Anteil der Unternehmen mit negativer Einschätzung nach wie vor den Anteil jener mit positiver Einschätzung deutlich", so Joachim Haindl-Grutsch. Insbesondere der im Sommer noch zu erahnende vorsichtige Optimismus hat sich in der oberösterreichischen Industrie noch nicht manifestiert: Nach wie vor glauben nur 13 Prozent der Unternehmen an eine Verbesserung der Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten, 78 Prozent gehen von einem gleich bleibenden - und damit eher schwachen - Geschäftsverlauf aus.
Betriebe stehen weiterhin unter Druck Für die oberösterreichischen Betriebe bleibt damit die Situation angespannt. Insbesondere bei der Ertragslage harrt man weiterhin auf Verbesserungen. Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen erholte sich zwar von -49 auf -27 Prozent, immerhin klagen aber immer noch 43 Prozent der Betriebe über eine schlechte Ertragssituation, lediglich 17 Prozent zeigten sich damit zufrieden. Dieser Umstand zeitigt auch Auswirkungen auf den Beschäftigtenstand: Auch wenn die großen Anpassungen bereits im Frühjahr erfolgten gaben immer noch 33 Prozent der Betriebe an, ihren Personalstand reduzieren zu müssen. Lediglich 4 Prozent der Unternehmen - wiederum gewichtet nach den Mitarbeiterzahlen - haben die Absicht, zusätzliche Mitarbeiter aufzunehmen. „Große Kündigungswellen dürften in der oberösterreichischen Industrie nicht bevorstehen", relativiert IV OÖ-Geschäftsführer Dr. Joachim Haindl-Grutsch die aktuellen Konjunkturzahlen, „die Umfrageergebnisse zeigen aber deutlich, wie groß der wirtschaftliche Druck auf die Unternehmen derzeit ist. Ihnen werden größte Anstrengungen abverlangt, um das tiefe Konjunkturtal, in dem wir uns derzeit befinden, zu verlassen." IV OÖ, 05. November 2009
Pressekontakt: Industriellenvereinigung Oberösterreich / Tel. (0732) 78 19 76-0 DI Dr. Joachim Haindl-Grutsch / j.grutsch@iv-net.at |
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