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[ 19.10.2009 ]

Neun Punkte für den Aufbruch

Standort - Die gemeinsame Umsetzung einer Exzellenzstrategie für den Wirtschaftsraum OÖ muss für die nächste Legislaturperiode das oberste Ziel sein. Die IV OÖ stellt hierzu neun zentrale Punkte in den Fokus.

In den letzten Jahren ist Oberösterreich in vielen Bereichen zur österreichischen Vorzeigeregion geworden: Das Land hat sich zum dominierenden Export-Bundesland mit den niedrigsten Arbeitslosenraten entwickelt. Gerade die aktuelle Wirtschaftskrise macht deutlich, wie wichtig es ist, auf möglichst vielen industriellen Standbeinen zu stehen. Auch hier hat Oberösterreich aufgrund seiner vielfältigen Branchen echte Vorteile. Im Vergleich der europäischen Regionen liegt OÖ in unterschiedlichen Rankings im vorderen Mittelfeld. Um zur Spitze aufschließen und mit den führenden Regionen Europas mithalten zu können, braucht es jetzt eine Exzellenzstrategie.

Hierzu hat die IV OÖ bereits vor einem Jahr ihr Positionspapier „Start in die Zukunft" mit einer Vielzahl von konkreten Handlungsfeldern vorgelegt und einen „Aufbruch ohne Krise" gefordert. „Die Krise ist heute traurige Realität, der Aufbruch ist jetzt noch wichtiger", erklärt dazu IV-OÖ-GF Dr. Joachim Haindl-Grutsch. Daher müsse für die nächste Legislaturperiode 2009- 2015 der Landesregierung die gemeinsame Umsetzung einer Exzellenzstrategie für den Wirtschaftsraum das oberste Ziel sein. Die IV OÖ rückt diesbezüglich neun zentrale Aufbruchspunkte mit in den Mittelpunkt.

Benchmark in der Schulpolitik
OÖ sollte vorangehen und eine „Front- Runner"-Strategie mit neuen Wegen einschlagen. Als konkrete Maßnahmen schlägt die IV OÖ ein Benchmarking heimischer Schulen mit Schulen europäischer Spitzenregionen inklusive Ableitung unmittelbarer Verbesserungsmaßnahmen sowie die Professionalisierung der Bildungs- und Berufsinformation vor.

Verbesserungen im öffentlichen Sektor
Nach den Verbesserungen der letzten Jahre stehen nun folgende Maßnahmen im Mittelpunkt: Erreichung eines ausgeglichenen Landesbudgets für die Zeit nach der Krise, Implementierung eines professionellen Ideenmanagements, Forcierung einer „Wissensorientierten Verwaltung" sowie Aufbau eines Forschungsbereiches „Verwaltungsreform" an der JKU und Entwicklung von OÖ zur Modellregion für ein effizientes Gesundheitssystem.

Forschungsquote von 4 %
Trotz oder gerade wegen der Krise bleibt die Anhebung der F-&-E-Quote Oberösterreichs auf 4 Prozent im Laufe der nächsten Legislaturperiode ein zentrales Ziel. Die direkte Forschungsförderung für die Betriebe wie auch der Ausbau der kooperativen Forschung müssen im Mittelpunkt stehen. Die Zielsetzung ist ein „echtes" F-&-E-Budget des Landes von 100 Mio. €.

Erste Priorität: Ausbau der JKU mit Schwerpunkt TNF
Für die Industrie hat der Ausbau der JKU Linz höchste Priorität, ihre Entwicklung in Richtung einer „ETH Linz" gilt als oberstes Ziel. Weil der schwerwiegendste Engpass im Bereich der Absolventen technisch-naturwissenschaftlicher Studien besteht, muss sich die Studentenzahl an der TNF Linz zumindest verdoppeln. An den FHs müssen die Studiengänge ausgebaut und weiterentwickelt werden.

Internationales Standortkonzept
Der „war for talents" ist weltweit im Gange. Auch für OÖ wird es immer wichtiger, Hochqualifi zierten aus allen Bereichen ein attraktives Umfeld bieten zu können. Strategische Ansatzpunkte hierfür sind die Einrichtung international akkreditierter Schulen und die Erarbeitung eines international sichtbaren Standortkonzepts.

OÖ als kreatives Kraftzentrum
Aus der interdisziplinären Vernetzung etwa von Ingenieuren, Designern oder Künstlern entsteht Innovation und Kreativität. Die IV OÖ hat es sich zum Ziel gesetzt, den Faktor Kreativität zu fördern und zu einer Kernkompetenz zu machen. Damit verbunden ist der Ausbau von industrienahen, wissensintensiven Dienstleistungen.

Energiepolitik: F&E fördern, Wasserkraft ausbauen
Eine zukunftsorientierte Energiepolitik stellt die Förderung von neuen Technologien sowie von Forschung und Entwicklung in den Mittelpunkt. Für die Energiegewinnung mittels Wasserkraft ist aus Sicht der IV OÖ ein zusätzliches Potenzial von 800-1.000 GWh mittelfristig realisierbar. Darüber hinaus besteht Potenzial an weiteren Speicher- und Pumpspeicherkraftwerken.

Vorausschauende Raumordnung, Infrastrukturprojekte vorantreiben
Für die Industrieinvestitionen und Infrastrukturprojekte von morgen müssen heute Flächen und Korridore gesichert werden. Für die Industrie sind die rasche Errichtung der Mühlviertler Schnellstraße S10 bis zur tschechischen Grenze, der zweigleisige Ausbau der Summerauer- und der Pyhrnbahn, eine direkte Hochleistungsverbindung der Bahnstrecke Linz-München und die Anbindung des Industrieraumes Steyr an die Pyhrnautobahn vorrangig. Weiterentwicklung der Cluster Je besser das vorhandene Know-how zirkuliert, desto effektiver ist das Innovationsverhalten. Das Clusterland Oberösterreich muss sich daher zu einem echten Kompetenzzentrum für Kooperationen entwickeln. Dazu müssen die jeweiligen Cluster zusätzlich zu ihrer „Verkupplungsfunktion" auch verstärkt als Drehscheibe für Innovationen und Innovationsprozesse fungieren.



Der Aufstieg zu einer industriellen Spitzenregion in Europa ist das Ziel der IV Oberösterreich für die kommende Legislaturperiode
Der Aufstieg zu einer industriellen Spitzenregion in Europa ist das Ziel der IV Oberösterreich für die kommende Legislaturperiode




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