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[ 09.07.2009 ]
3 Ks – Die Bedeutung von Kunst/Kultur und Kreativität als StandortfaktorenJunge Industrie OÖ: Kunst/Kultur und Kreativität sind zentrale Standortfaktoren für die Wirtschaft! Studie bestätigt den hohen Stellenwert der „3 Ks“ für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich – umfangreiches und hochwertiges Kulturangebot nützt auch den Betrieben – Kubinger: „Auch nach dem Kulturhauptstadt-Jahr 2009 muss das Bewusstsein für Kunst und Kultur bestehen bleiben!"Die Beschäftigung mit dem Industriestandort und dessen Zukunft ist Ziel und Aufgabe der Jungen Industrie Oberösterreich (JI OÖ). Hierbei kommen zahlreiche Zukunftsfaktoren zum Tragen, die auf den Standort einfließen - sogenannte Hard Facts wie z. B. steuerliche Gegebenheiten oder der Zugang zu Finanzmitteln ebenso wie die Soft Facts, zu denen etwa das Kunst- und Kulturangebot oder auch die Kreativität zählen. „In vielen internationalen Unternehmen sind bei Investitionsentscheidungen die Hard Facts ausschlaggebend für die Vorauswahl der Standorte; für die endgültige Standortwahl stellen dann die Soft Facts das Zünglein an der Waage dar", erklärt JI OÖ-Vorsitzender Dipl.-Ing. Stephan Kubinger, MBA.
Unter den Soft Facts - den weichen Faktoren - sind es dann insbesondere die Bereiche Kunst/Kultur und Kreativität, denen besondere Bedeutung zukommt. Aus diesem Grund hat die JI OÖ bereits vor Jahren den „Arbeitskreis Kunst und Kultur" gegründet, der sich mit eben diesen Themengebieten beschäftigt. „Gerade in Zeiten der Krise ist der Blick nach vorne wichtig. Wir beschäftigen uns daher intensiv mit der Zukunft unseres Standortes und mit der Zeit nach der Krise", so Kubinger. Um einerseits die tatsächliche Bedeutung von Kunst/Kultur und Kreativität aber auch die Zufriedenheit der Betriebe mit dem bestehenden Angebot zu evaluieren, hat die Junge Industrie OÖ beim Institut für Handel, Absatz und Marketing an der Johannes Kepler Universität Linz eine gleich lautende Studie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Umfrage, die sich an oberösterreichische Industriebetriebe richtete, brachten durchaus einige Überraschungen: Die „3 Ks" werden von der Industrie noch wichtiger eingestuft, als ursprünglich angenommen.
Die Umfrage-Ergebnisse Sowohl Kunst und Kultur als auch Kreativität rangieren als Soft Facts naturgemäß hinter Hard Facts wie Infrastruktur, Rechtssicherheit oder Bildungs- und Forschungseinrichtungen. „Dies ist aber nur die relative Sichtweise", erklärt der Projektleiter der Studie, a. Univ.-Prof. Dr. Thomas Werani: „Auf einer Skala von 1 bis 5 rangieren sie aber immer noch bei einem Wert von 2,5. Damit werden sie als durchaus wichtig eingestuft." Da diese Einschätzung vor dem Hintergrund der aktuell verschärften Konjunktursituation erfolgte, sei dies ein Zeichen dafür, dass die „3 Ks" nicht nur für die Endverbraucher sondern auch für die Wirtschaft durchaus einen großen Stellenwert einnehmen. Auffallend ist, dass das Thema Kreativität mit einem Wert von 2,10 nochmals wichtiger eingestuft wird als Kunst/Kultur (2,61). Laut Studie diene Kreativität vor allem zur Verbesserung der Arbeitsprozesse, der Erzielung von Wettbewerbsvorteilen und der Gestaltung besserer Lösungsvorschläge. Aber auch deren Bedeutung für Forschung & Entwicklung, für Innovationsprozesse und den Verkauf eigener Produkte und Leistungen wird ein hoher Stellenwert beigemessen. Kunst und Kultur hingegen sind aus Sicht der Unternehmen ein unverzichtbarer Teil der Lebensqualität und tragen wesentlich zur Mitarbeiterzufriedenheit sowie in weiterer Folge zur Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal bei. Auch zur Steigerung der Mitarbeiterkreativität leisten sie laut Studie einen unverzichtbaren Beitrag.
„Die Umfrage zeigte aber auch auf, dass die Stadt Linz aus Sicht der Unternehmen in den Bereichen Kunst/Kultur und Kreativität als modern und dynamisch angesehen wird und national sowie international eine noch stärkere Schrittmacherrolle einnehmen sollte. Eine klare Positionierung und eine Differenzierung von den klassischen Kulturschauplätzen Wien und Salzburg wird als wesentlich angesehen", interpretiert Werani die Studienergebnisse.
Kunst/Kultur und Kreativität weiter forcieren Die JI OÖ sieht darin den Auftrag der Industrie, die Standortfaktoren Kreativität sowie Kunst/Kultur noch weiter zur forcieren und zu stärken. „Das Kulturhauptstadt-Jahr ist bereits in seine zweite Hälfte getreten. Auch wenn Linz 09 in einigen Monaten der Vergangenheit angehört, muss das Bewusstsein für Kunst und Kultur bestehen bleiben", meint Stephan Kubinger. Diese Forderung richte sich vor allem an die Landespolitik und damit an die politischen Parteien, die sich bereits für die anstehende Landtagswahl in Stellung bringen. „Es darf nicht passieren, dass der Kunst- und Kulturbereich dem Populismus einzelner Parteien zum Opfer fällt", so der JI OÖ-Vorsitzende: „Bestehende Einrichtungen und Projekte wie das Ars Electronica Center, das Brucknerfest mit der Linzer Klangwolke oder auch das Lentos zeigen, dass die Industriestadt Linz mit einer innovativen, modernen und kreativen Kunst und Kultur Szene sich positiv weiterentwickelt hat und die Richtung stimmt, um sich von klassischen Kulturstädten wie Wien oder Salzburg erfolgreich abheben kann." Gelinge es, das Profil von Linz als Kulturstadt und als Stadt der Kreativität zu schärfen, wirke sich dies auch auf die Industrie und auf den gesamten Wirtschaftsraum Oberösterreich positiv aus.
Die Präsentation von a. Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Werani finden Sie hier (Powerpoint 329KB) .
Rückfragehinweis: Junge Industrie Oberösterreich Mag. Manfred Luger, m.luger@iv-net.at Tel. (0732) 781 976-0 |
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